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Von der ADFM zur Riverblue

Mit neuem Namen und einem nicht mehr ganz so anstößigen Produkt geht die Quinz-Truppe in die nächste Runde - Vorteile für Anleger nicht erkennbar - AK Tirol warnt vor Geschäftsgebaren

 

München, 10.06.2009; Der Name ADFM scheint verbraucht. Also muss etwas Neues her, auch um Geschädigte dieses Vertriebes nicht mit der Nase auf einen etwaigen Anspruchsgegner stoßen zu müssen. So hat sich das Unternehmen mit Gesellschafterbeschluss vom 13.02.2008, also in Riverblue GmbH umbenannt. Man vertreibt Gold, bestimmte Schmuckserien, über deren Geschmack man sicher streiten kann, ferner – natürlich – einen Ansparplan. Dieses Mal geht es um Gold, um ein Produkt, dessen Urheberschaft eine zum Quinz-Umfeld gehörige Firma AXXIOM AG für sich beansprucht. In Wirklichkeit - es ist ja wohl auch ein Bankgeschäft – stammt die Konzeption vom Hamburger Bankhaus Max Heinrich Sutor.

 

Lauscht man den Anpreisungen der Verkäufer, ist alles frei. Keine Mehrwertsteuer, Inflationsschutz, keine Abgeltungssteuer und natürlich absolute Wertbeständigkeit. Von Kosten ist zunächst einmal nicht die Rede. Die werden dann im Kleingedruckten zu finden sein. Natürlich muss man für die Lagerung bezahlen. Es fallen Konto- und Depotgebühren an, und nicht zuletzt natürlich eine ordentliche Vermittlungsprovision. Die wird im Vorhinein fällig und beträgt satte 5,75 % des Vertragsvolumens. Schließt man also auf 20 Jahre ab, landen in den ersten fast 18 Monaten 80% der Einzahlungen beim Vermittler. Erst dann wird überhaupt in nennenswertem Umfang investiert.

 

Sehr wohlwollend wird auch der Vertragspartner dargestellt. Bei der AXXIOM handelt es sich auch nicht um ein Unternehmen, das, wie seine Homepage möglicherweise suggerieren möchte, schon seit 1985 einschlägig aktiv ist. Es ist einfach der Nachfolger der J. A. Quinz Holding GmbH, die schon seit grauer Vorzeit die diversen Aktionen des Finanzjongleurs und Vertriebskünstlers Jürgen Quinz begleitet. Der hat zwischenzeitlich offenbar übergeben, als Geschäftsführerin fungiert eine gewisse Frau Aline Quinz, offenbar die Schwiegertochter. Geschäftsführerin der Riverblue blieb die aus ADFM-Zeiten noch bekannte Dagmar Klausing.

 

So fügt sich alles zum alten, die Vertriebspraktiken, die wir aus ADFM-Zeiten bewundern konnten, werden nach unseren Erkenntnissen mehr oder weniger unverändert fortgeführt. An der ominösen Adresse Münchner Straße 24 in Haar finden jetzt die Veranstaltungen der Riverblue statt. Wieder versucht man Ahnungslose für einen Strukturvertrieb zu gewinnen, bei dem die meisten, so haben es jedenfalls die bisherigen Aktivitäten gezeigt, nur verlieren können. Am Ende geht man wohl nicht selten nicht mit einem Job, sondern einem zweifelhaften "Goldsparplan" nach Hause.

 

Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, sei jedem selbst überlassen. Schon einmal, Anfang der 80er Jahre bewegte sich der Goldkurs in Höhen wie heute. Danach verfiel er wieder bis auf 250 $. Um jetzt, und das zugegebenermaßen schon seit längerer Zeit, bis auf das heutige Niveau zu steigen. Ob das risikolos oder spekulativ ist, bleibt jedem selbst überlassen. Eine "absolut sichere Wertanlage" scheint das allerdings nicht zu sein.

 

Wir bleiben für Sie am Ball. Schauen Sie gelegentlich wieder herein.