ADFM GmbH Haar - Quinz - Bavaria Fonds

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ADFM - skrupellos und gefährlich

Aggressive Kloppertruppe "vermarktet" Bavaria Fonds - höchst anstößige Vertriebspraktiken - untaugliches Produkt - systematische Ausspannung von Lebensversicherungen und anderen Kapitalanlagen

München, 23.10.2006; Das scheint sie zu sein, die vorerst letzte Station des Jürgen Quinz. Eine Firma namens ADFM GmbH, Sitz im Quinz´schen Marmorpalast in Haar, wo regelmäßig sektenartige Motivations- und Akquisitionsveranstaltungen stattfinden. Die Frontleute sind Peter Buchwald und Wolfgang Schmid, ihrerseits "Direktoren" der Gesellschaft. Als Geschäftsführerin fungiert Dagmar Klausing. Die Teilnehmer werden über fingierte Stellenanzeigen geworben. Ziel ist, sie zur Gewinnung weiterer Teilnehmer einzuspannen und zugleich zum Abschluss eines "Kapitalanlageangebots" zu überreden. Im Jackpot ist der berühmte Bavaria Fonds, eine höchst zweifelhaftes Angebot, das alle Anzeichen eines Betrugsangebots aufweist (vgl. Bavaria Fonds - Angebot mit Tücken und Bavaria Fonds - Traumrenditen aus Verlusten).

So gibt es praktisch keine Investitionen, es wurde lediglich ein einziges zum großen Teil kreditfinanziertes Immobilienobjekt (in Oldenburg) erworben. Das war 2001. Und in 2003 haben sich die beiden Initiatoren gleichsam selbst einen so genannten "Sachversicherungskundenbestand" abgekauft und dem Fonds dadurch weitere 270.000 € entzogen. Was damit jetzt passiert, ist ebenso unklar wie die Frage, wie man die vollmundigen Renditeversprechungen von 7 - 12 %, die man dem Kunden gibt, einhalten möchte. Denn es werden nicht nur massive Verluste erzielt, sondern das wenige zur Verfügung stehende Geld fließt auch sofort in Form von Provisionen und so genannten "Gestehungskosten" ab. Vor diesem Hintergrund ist auch nicht nachvollziehbar, wie in absehbarer Zeit irgend etwas getan werden könnte, was an dieser Situation etwas ändern könnte.

Wie viel anders stellt sich diese Situation in Schulungsmaßnahmen der ADFM dar. Da ist von einer "Vermögensverwaltung" die Rede, die großspurig in eine Linie mit alteingeführten Spitzenadressen der Branche gestellt wird. Unternehmen, die entweder zu einer angesehenen Bank gehören oder aber eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Vermögensverwaltung durch die BAFin haben. Aber auch für die Bavaria wird mit einer "BAFin - Zulassung" geworben. Das möchte man wohl damit rechtfertigen, dass der aktuelle verwendete Prospekt eine Zulassung der Behörde besitzt, was allerdings nicht mit einer Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit einhergeht - hier gibt es erhebliche Mängel. Eine Zulassung als Vermögensverwalter hat die Bavaria selbstverständlich nicht und würde sie wohl auch nie bekommen. Und das ist nur eine von zahlreichen Irreführungen.

Das ist also das Kernprodukt, mit der Quinz / ADFM nun auf Tour gehen. Und wie! Das Unternehmen sei seit 1988 existent - was sogar stimmt. Hinter ihm verbergen sich nämlich nicht weniger als drei weitere Stationen des Jürgen Quinz, etwa bis 2002 in die NMC NetworkMarketing Corporation Trading GmbH, danach die W.E.C. GmbH und bis 2005 die BFI 24 GmbH. ADFM ist nichts anderes als die letzte Umfirmierung. Wir haben es mit einem renommierten Unternehmen mit einem Stammkapital von 50.000 € zu tun, das ist immerhin das Doppelte des Mindestkapitals. Gesellschafterin ist eine DMI GmbH, die bis 2000 als Cheops GmbH ins Rennen ging. Wer hinter dieser Firma steckt, lässt sich passender Weise nicht ermitteln, es soll eine Schweizer AG namens BARWING sein. Sie soll angeblich in Schweizer Kanton Zug residieren, wo sie aber im Handelsregister nicht zu ermitteln ist.

Eine undurchsichtige Angelegenheit also, was wohl auch so beabsichtigt ist. Angesichts der Art und Weise, wie man hier auftritt, liegt das jedenfalls nahe. So werden Interessenten in sog. "Money-Coach-Meetings" darüber unterrichtet, wie man es in sieben Jahren zum Millionär bringe - selbstverständlich durch Vertriebsaktivitäten für die ADFM und selbstverständlich ohne jedes Haftungsrisiko. Natürlich könne man nur überzeugend für etwas stehen, wenn man es selber habe. Deshalb werden die Jobaspiranten aufgefordert, ihre Lebensversicherungsunterlagen mitzubringen. Die Versicherungsleistungen lässt man sich mit Hilfe vorbereiteter Formulare sodann abtreten, um Einmaleinzahlungen zu generieren. Ähnlich geht dies mit Bausparverträgen.

Uns wundert, warum sich die betroffenen Branchen solches bieten lassen, sind derartige Vertriebspraktiken doch nicht nur höchst anstößig, sondern auch offensichtlich wettbewerbswidrig. Für die Betroffenen sind sie regelmäßig mit einem erheblichen Schaden verbunden, den die Verantwortlichen offensichtlich gern in Kauf nehmen.

Offiziell tritt Jürgen Quinz hier nirgends in Erscheinung, auch wenn er immer wieder in den Geschäftsräumen anzutreffen sind. Ganz offensichtlich wissen beide um die Probleme und Schwächen von Vertriebsobjekt und -methode. Wir können davor nur warnen. Wer den Praktiken aufgesessen ist, sollte in eigenem Interesse kurzfristig eine rechtliche Prüfung veranlassen.