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Accessio - Insolvenzverfahren über Pongs & Zahn eröffnet

München, den 04.04.2011 – Auf den Antrag der Pongs & Zahn AG vom 23.12.2010 wurde durch das zuständige Gericht das Insolvenzverfahren am 23.03.2011 unter dem Aktenzeichen 36p IN 5893/10 eröffnet, Insolvenzverwalter ist Prof. Rolf Rattunde, Berlin. Forderungen sollen bis zum 10.07.2011 angemeldet werden.

Damit ist ein weiteres Unternehmen, dessen Wertpapiere praktisch ausschließlich durch die Accessio AG vertrieben wurden, insolvent. Der Konzern rund um die HPE Hanseatic Private Equity AG musste bereits weitere Insolvenzen vermelden: die HPE AG selbst und die Cargofresh AG zählen dazu.

Auch weitere Gesellschaften, deren Wertpapiere von Accessio vertrieben wurden sind in Schwierigkeiten. So wurde beispielsweise durch die Konservenfabrik Zachow eine Gläubigerversammlung einberufen, in der die Anleger der Gesellschaft die Zinszahlungen aus den Wertpapieren stunden sollten. Die Südfinanz Holding AG, leistete schon seit einiger Zeit keine Zinszahlungen mehr an die Anleger, die Salvator Grundbesitz AG, bei der ein großer Teil der herausgegebenen Genusscheine zum 31.12.2010 zur Rückzahlung des angelegten Geldes fällig gewesen wären, hatte diese ebenfalls noch nicht zurückgezahlt.

Durch unsere Recherchen gehen wir zwischenzeitlich davon aus, dass ein Großteil der Wertpapiere, die die Accessio als „sichere Anlagen“ verkauft hatten, tatsächlich von mit dieser wirtschaftlich und personell verbundenen Unternehmen stammen. Dass hierbei nicht immer anlegergerecht beraten wurde, ergibt sich insbesondere daraus, dass der Accessio seit spätestens seit einer Ad-Hoc Mitteilung vom 19.04.2007 bekannt war, dass es sich bei den Papieren der Pongs & Zahn AG um hochriskante Papiere handelte. Trotzdem wurden diese auch nach diesem Datum Anlegern u.a. als „sicherer Geldparkplatz“ verkauft.

Neben der Möglichkeit, gegen die Verantwortlichen der Accessio vorzugehen, besteht nach unserer Ansicht auch die Möglichkeit, aufgrund des engen und intensiven Zusammenwirkens zwischen der Accessio und der Depotbank, die für die Machenschaften der Accessio die Depots zur Verfügung stellte, Schadensersatzansprüche auch gegen die depotführende Bank geltend zu machen. Uns liegen Unterlagen vor, die belegen, dass die Depotbank bereits im Jahr 2006 Aufträge der Accessio (damals noch „Driver & Bengsch“) wegen des Verdachts der Marktmanipulation nicht durchführte. Ein entsprechender Hinweis an die Depotkunden erfolgte jedoch von Seiten der Bank zu keiner Zeit.

Aus unserer Sicht handelt es sich bei dem Vorgehen gegen die Bank auch um die vergleichsweise wirtschaftlich sinnvollere Möglichkeit gegenüber dem Vorgehen gegen die insolvente Accessio AG, das vielerorts propagiert wird.