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Ponaxis AG – Ergebnisse der Gläubigerversammlung

München, den 29.12.2009 – Es erscheint, wie ein Déjà-vu: Die Ponaxis AG, die noch vor kurzem den Verlust von über der Hälfte des Grundkapitals bekannt gab, läd erneut zur Gläubigerversammlung, diesmal am 14. Januar 2010. Es scheint allerdings nicht verwunderlich, dass auf der ersten Gläubigerversammlung, die geschickt auf den 23.12.2009 terminiert war, nicht genügend Gläubiger anwesend waren, um über alle Punkte auf der Tagesordnung abzustimmen.

Nach Verlautbarungen der Ponaxis AG konnte jedoch insbesondere ein Beschluss getroffen werden, der die Ausschüttungen aus den Inhaberschuldverschreibungen 2008/2016 bis 30. Juni 2012 stundet. Die Gläubiger der Inhaberschuldverschreibungen 2005/2011 waren offensichtlich nicht in genügender Zahl vertreten um einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Bemerkenswert ist hierbei, dass die Accessio Wertpapierhandelshaus AG (vormals Driver & Bengsch AG im Vorfeld angeboten hatte, ihre Anleger bei der Gläubigerversammlung zu vertreten. Eigentlich ein nettes Angebot, bedenkt man den Zeitpunkt der Versammlung kurz vor Heiligabend. Gekoppelt war diese „Dienstleistung“ jedoch damit, dass sich Accessio eine weisungsungebundene Vollmacht ausstellen lassen wollte. Mit eben so einer Vollmacht wollte die Accessio bereits Anleger bei der Gläubigerversammlung der mittlerweile insolventen Tochter der Ponaxis AG, der Cargofresh AG vertreten (wir berichteten). Leider lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, ob die Accessio diese Vollmacht tatsächlich im besten Interesse der Anleger ausgeübt hat.

Auch wenn die Accessio in den Begleitschreiben weiter davon spricht, mit der Vertretung die „Unabhängigkeit gegenüber den Emittenten aufzeigen zu können“, bestehen Zweifel, ob nicht gewisse Eigeninteressen des Wertpapierhandelshauses die Entscheidung beeinflusst haben könnten. Immerhin handelt es sich bei der Ponaxis um eine Emittentin, mit welcher ein exklusiver Vertriebsvertrag der Accessio besteht. Dass die Accessio für Wertpapiere, der Ponaxis AG, die ihre Anleger im Depot behalten, auch eine so genannte Vertriebsfolgeprovision („Bestandsprovision“) in Höhe von bis zu 1 % p.a. des Nominalbetrages erhält, ist jedenfalls wahrscheinlich.

Neben der Abstimmung in den Gläubigerversammlungen können Anlegern der Ponaxis AG gegebenenfalls auch Schadensersatzansprüche gegen das vermittelnde Wertpapierhandelshaus zustehen, insbesondere wenn nicht auf Risiken, wie das Totalverlustrisiko, oder von der Accessio bezogene Innenprovisionen, hingewiesen wurde. Anleger sollten sich diesbezüglich von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen.

Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Moritz Schmidt.