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Landgericht Itzehoe verurteilt Accessio zu Schadensersatz

München 29.01.2010 – In seinem ersten Urteil gegen die Accessio Wertpapierhandelshaus AG (Urteil vom 10.12.2009, Az 7 O 102/09) hat das Landgericht Itzehoe den klagenden Anlegern Schadensersatz zugesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass keine „anlegergerechte und anlagegerechte“ Beratung stattgefunden habe. Auch der fehlende Hinweis auf von der Accessio bezogenen internen Provisionen (sog. Kick-Backs) führte zur Haftung des Wertpapierhandelshauses.

Die Anleger, die wie häufig bei der Accessio (damals noch Driver &/ Bengsch) über ein Tagesgeldkonto geködert wurden, wurden von ihrem „Berater“ dazu verleitet, Genusscheine zu erwerben. Diese Anlage war, so das Gericht, für Anleger, die eine sichere Kapitalanlage für die Altersvorsorge suchten, schlicht ungeeignet. Was für viele Anleger der Accessio erleichternd sein mag: das Gericht sah hier eine Haftung trotz der Tatsache, dass die Accessio einen Risikoanalysebogen vorlegen konnte, in dem sich die Klägerin in eine höhere Risikoklasse eingestuft hat, denn, so das Gericht, dem Berater hätte aufgrund der Auskunft der Klägerin klar sein müssen, dass diese Anlage nicht deren wirklichen Interessen entsprach.

Klare Worte findet das Gericht auch hinsichtlich der mangelhaften Aufklärung über die bezogenen Innenprovisionen. Das Gericht führt aus, dass mit der Pflicht zur Offenlegung von Innenprovisionen „… nichts anderes postuliert [wird] als das was einem ehrbaren Kaufmann, dem sein Auftraggeber sein Geld anvertraut, ohnehin seit jeher obliegt, nämlich die Interessen seines Auftraggebers zu wahren, und sich nicht hinter dem Rücken seines Auftraggebers vom gegnerischen Geschäftspartner ‚kaufen’ zu lassen und gleichzeitig den Eindruck eines unabhängigen Beraters zu erwecken.“

Wie hoch die geflossenen Provisionen bei den einzelnen Wertpapieren tatsächlich waren ist im Übrigen außer den Beteiligten noch keinem bekannt.

Dieses Urteil beruht auf einem typischen Verhaltensmuster bei der „Empfehlung“ von Wertpapieren im Rahmen der Beratung bei der Accessio, wie sie unsere Mandanten praktisch einhellig darstellen. Viele Anleger wurden von ihren Beratern in Sicherheit gewogen und wussten gar nicht auf welch riskante Papiere sie sich einließen, erst mit der Pleite einiger Emittenten, wie der HPE Hanseatic Private Equity AG und der Cargofresh AG und der momentanen Schieflage der Ponaxis AG erkennen Anleger das Risiko das sie mit diesen Papieren eingegangen sind.

Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Moritz Schmidt.