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Accessio (Driver & Bengsch) – Sieg im Eilverfahren, Rückzug aus der Portfolioverwaltung

 

München, den 02.09.2009 - Bereits vor einiger Zeit berichteten wir über die zweifelhaften Vorgänge im Hause Driver & Bengsch / Accessio. Inzwischen haben sich sowohl im Hinblick auf das Verfahren zum Lizenzentzug als auch in der internen Struktur der Accessio einige Neuigkeiten ergeben:

Lizenzentzug durch die BaFin vorerst verzögert

Dem von der BaFin angestrebten Lizenzentzug (wir berichteten) ist durch die kürzlich ergangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Fankfurt am Main erst einmal die Geschwindigkeit genommen worden. Die endgültige Entscheidung darüber, ob Accessio auch in Zukunft noch auf dem Kapitalmarkt präsent sein darf ist jedoch noch nicht getroffen.

Accessio hatte gegen den Entzug der Lizenz das Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht angestrengt und hatte in diesem obsiegt. Hieraus lässt sich jedoch nur eine Aussage sicher ableiten, nämlich das das Verwaltungsgericht in einer ersten – sehr summarischen und oberflächlichen – Prüfung keine derartig gravierenden Verstöße feststellen konnte, die einen sofortigen Entzug der Lizenz gerechtfertigt hätten.

Diese Entscheidung bedeutet jedoch nur, dass der Lizenzentzug und seine Voraussetzungen nun im regulären Verwaltungsprozess im Detail zu prüfen sein werden. Finden sich bei dieser genauen Prüfung Anhaltspunkte, die den Lizenzentzug rechtfertigen, so wird dieser wirksam.

Rückzug aus der aktiven Fondsverwaltung, D&B Dachfonds liquidiert

Noch im letzten Jahr wurde der „vermögensverwaltende Dachfonds“ von der Driver & Bengsch AG als „Grundstein für den langfristigen Erfolg Ihres Deopts“ beworben. Allzu langfristig war der Erfolg wohl nicht ausgelegt, denn die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc Publizität (DGAP), meldet die Beendigung der Mandate der Accessio zur Finanzportfolioverwaltung zum 31.08.2009. Offiziell wird diese Maßnahme mit der Umstrukturierung der Geschäftsbereiche des Driver & Bengsch-Konzerns begründet.

Das ehemalige Flaggschiff, der Driver & Bengsch Gloabl Growth Dachfonds wurde im Zuge dessen ebenfalls mit einer Rückzahlungsquote von 40% liquidiert. Wie diese Quote zu Stande kam konnte von den Kunden der Accessio bislang nicht nachvollzogen werden.

Auch die üblicherweise von Driver & Bengsch bzw. Accessio vermittelten direkten Anlagen, die wohl auch im Zuge der Umstrukturierung im Portfolio bleiben werden, können eine gewisse Verbindung zu dem sie empfehlenden Wertpapierhandelshaus nicht von der Hand weisen. So bestehen mehr oder weniger direkte Verbindungen zwischen Accessio und der mittlerweile insolventen HPE Hanseatic Private Equity AG, der Pronaxis AG, der Cargofresh AG, der Magnum AG und der CR Capital Real Estate AG. Insofern verwundert es nur wenig, dass gerade Anteile dieser Unternehmen den Kunden der Accessio als Anlagen wärmstens empfohlen wurden.

Schadensersatz gegen Accessio

Gerade aufgrund der häufig unterbliebenen deutlichen Hinweise auf das mit den Anlagen verbundene Risiko bzw. der Verharmlosung der Risiken sowie der aus unserer Sicht nicht ausreichenden Hinweise auf die empfangenen Vermittlungsprovisionen ergeben sich hier Möglichkeiten geschädigter Anleger von Accessio Schadensersatz zu erhalten. Erste Ansprüche geschädigter Anleger wurden bereits geltend gemacht.

Als Ansprechpartner steht ihnen Rechtsanwalt Moritz Schmidt zur Verfügung.